#148 Dr. Laura Dorfer: Warum wird das Bad bei Energieeffizienz noch immer unterschätzt?
Shownotes
Sanitärtechnik wird bei Energieeffizienz, Wasserverbrauch und Gebäudemodernisierung noch zu oft unterschätzt – dabei liegen gerade im Bad enorme Potenziale. Max Herrmannsdörfer spricht mit Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Armaturen sowie des VDMA Sanitärtechnik und -design, darüber, warum moderne Armaturen, reduzierte Durchflussmengen und intelligente Sanierungslösungen für Kunden spürbar werden können – beim Verbrauch, bei den Kosten und beim Komfort.
Außerdem geht es um barrierefreie Badgestaltung, neue regulatorische Anforderungen rund um Trinkwasser sowie die Rolle des Fachhandwerks als kompetenter Berater. Die Folge liefert konkrete Impulse dafür, wie SHK-Betriebe bei Teil- und Badsanierungen zusätzliche Chancen erkennen, Sanitärthemen selbstbewusst platzieren und Kunden mit zukunftsfähigen Lösungen überzeugen können.
Mehr Informationen zum VDMA gibt es hier: https://vdma.eu/de/ag-sanitaertechnik-design
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Max Herrmannsdörfer: SHK Show. Der Podcast für das SHK-Handwerk. Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des SHK Show Podcasts. Ich bin Max Hermannsdörfer und ich habe heute einen Gast hier bei mir im Studio. Bei mir ist Dr. Laura Dörfer. Sie ist Geschäftsführerin des VDMA Amaturen und des VDMA Sanitärtechnik und Design. Hallo Laura, grüß dich. Hi Max, danke, dass ich hier sein darf. Laura, jetzt darfst du mir und unseren Zuhörerinnen und Zuhörern mal erklären, was machst du denn im VDMA? Amaturen und im VDMA Sanitärtechnik und Design. Ja gerne. Also wie du eben gesagt hast, ich bin Geschäftsführerin von den beiden Verbänden. Dafür vielleicht erst mal die Einordnung. Was ist überhaupt der VDMA? Also beim VDMA sind wir der größte Industrieverband in Europa. Wir vertreten 3500 Mitgliedsunternehmen über die Breite des Maschinen- und Anlagenbaus. Damit helfen wir den Firmen, also hier eine entsprechende Stimme dann auch zu haben. Ich habe die spannende Aufgabe, ich für die Amaturen und für VDMA Sanitärtechnik und Design zuständig sein darf. Das heißt, bei mir bei den Amaturen haben wir mehr als 190 Hersteller, die Amaturen fertigen, Industrieamaturen, Gebäudeamaturen. und frisch gegründet haben wir dann auch vor zweieinhalb Jahren VDMA Sanitärtechnik und Design, dann noch mal eine Stimme zu haben für Hersteller von Sanitärtechnik vor und hinter der Wand. Okay, das heißt, bei euch sind die Hersteller von Sanitärtechnik, Amaturen etc. vereint unter einem Dach und ihr vertreten deren Interessen gegenüber Politikverantwortlichen, anderen Verbänden. Mit wem habt ihr zu tun? Was ist eure Aufgabe? Ja, also du musst dir das so vorstellen, wenn man dann ein Unternehmen ist, dann ist es heutzutage ja auch immer wieder schwer für die eigenen Belange auch wirklich eine Öffentlichkeit zu finden. Und deshalb haben wir
Max Herrmannsdörfer: gewissermaßen einen Schluss für die Firmen geschaffen, dass man hier gemeinsam auftreten kann und gemeinsam ganz anders Gehör findet. Wenn wir Interessenvertretungen machen, dann natürlich ganz klar vor der Politik, denn am Ende brauchen wir ein politisches Umfeld für Amaturenhersteller, für Sanitärunternehmen, in dem du dann auch wirklich deine Potenziale voll ausspielen kannst, gute Bedingungen für eine Produktion hier vor Ort auch vorfindest. Das sind aber auch ganz andere Partner. Also wir reden auch mit Behörden, wir reden mit Messeorganisationen, Abnehmer und Lieferantenorganisationen. Also quasi mit wem immer du Kontakt hast als als Hersteller, wo du eigentlich eine Relevanz siehst für deinen Geschäfte. Da unterstützen wir dann als Bering Partner. Du hast gesagt, der Fachbereich ist relativ neu im VDMA seit zweieinhalb Jahren circa. Was war der ausschlaggebende Grund? Weil Sanitärtechnik gibt es ja schon eine Weile. Ja, das ist eine schöne Frage. Also da muss ich vielleicht auch noch mal so bisschen weiter ausholen. Also ich selber bin auch noch gar nicht so lange in der Branche. Ich habe im April 23 die Geschäftsführung für die Armaturen übernommen und da hatten wir dann auch, wie gesagt, Armaturenhersteller auch im Sanitärbereich bei uns schon angesiedelt. Was es tatsächlich nicht gegeben hat, war jetzt ein eigener Branchenverband für Sanitär. Unternehmen über alle Produktkategorien hinweg. Wir sprechen ja vom Lebensraum Bad. Da haben wir dann Firmen, die Waschtische produzieren, Firmen, die Duschabtrennungen, Duschrinnen, Installationstechnik und so weiter. Das ist in anderen Bereichen jetzt der Gebäudetechnik auch üblich, dass man dann da jetzt im Heizungsbereich oder im Lüftungsbereich eigene Clubs hat, die dann für die Firmen auftreten. Und das haben wir dann auch geschaffen für die Sanitärindustrie. Okay, und die hatte davor tatsächlich keine Interessensvertretung, also das gab es davor so nicht. Ihr habt es jetzt neu geschaffen? Naja, also es gibt natürlich schon immer wieder auch Organisationen, die im Vorfeld tätig waren. Ich weiß nicht, man vielleicht schon mal vom IFS gehört hat. Am Ende gab es aber keine wirkliche politische Stimme. Also wir haben jetzt nochmal mit einer ganz anderen Schlagkraft hier einen Verband hochgezogen und sind jetzt erstmalig also auch wirklich sichtbar mit Blick auf politische Themen. Wie waren dann so die letzten zwei, zweieinhalb, drei Jahre für dich?
Max Herrmannsdörfer: Das war wild. Also ja, das war schon eine wilde Zeit, aber ich muss sagen auch eine sehr schöne Zeit, weil wir sind in einem herausfordernden Marktumfeld gestartet. muss ich dir nicht erzählen, du kennst die Daten. Wir haben da natürlich jetzt mit dem Neubau, wir warten alle immer, dass es wieder richtig in Gang kommt, aber das dauert noch, mit der geopolitischen, schwierigen Situation, doch Herausforderungen gehabt. Und dennoch haben wir es geschafft, in diesem Umfeld wirklich auch die führenden Hersteller der Sanitärindustrie mit an Bord zu ziehen und uns tatsächlich auch in die relevanten Debatten mit reinzubringen, wenn es darum geht jetzt also auch wirklich unsere Potenziale auch der Sanitärindustrie sichtbar zu machen. Ich finde das ist schon ein starkes Zeichen, wenn sich die Hersteller dann tatsächlich auch beteiligen wollen, wenn sie eben nicht die Augen verschließen und stehen bleiben, sondern aktiv die Situation, die Lage auch verbessern wollen. Du sagst aber selbst, du bist eingestiegen in herausfordernden Zeiten, die Zeiten sind immer noch oft herausfordernd. Wie würdest du die Lage aktuell beschreiben? Naja, also wir sehen so bisschen das Licht am Ende des Tunnels, so würde ich das mal ausdrücken. Also wir haben nach wie vor natürlich Herausforderungen. Es ist jetzt nicht so, dass wir erheben wir regelmäßig Umsatz- und Auftragseingangszahlen und es ist immer noch nicht so, dass wir da sind, wo wir gerne wären. Aber wir erwarten für dieses Jahr jetzt auch erstmalig wieder ein moderates Wachstum. nach schwächeren Vorjahren. Und wir sehen eben auch Signale. Also die Baugenehmigungen gehen etwas nach oben. Das ganze Thema Teilsanierung beflügelt auch wieder den Markt. Was mir wirklich auch Mut macht, wenn ich in die Zukunft schaue, ist, dass wir auch in diesen herausfordernden Jahren gezeigt haben, dass wir resilient sind, dass wir anpassungsfähig sind als Industrie, dass wir Lösungen für Zukunftsthemen haben. Und das bringt uns dann also auch eigentlich in eine gute Startposition für die nächsten Jahren, wenn dann der Markt auch mal wieder. noch mehr mitmacht. Kannst du es ein bisschen konkreter fassen? Was habt ihr denn in den letzten zwei, drei Jahren bewegen können? Wo habt ihr eure Mitgliedsunternehmen stark vertreten können oder positionieren können? Also uns war ja von Anfang an wichtig, auch zu zeigen, an welchen Stellen wir Lösungsbeiträge liefern können zu Themen, die von gesellschaftlicher Relevanz sind. Also wenn wir gerade nur in die Medien schauen, das Thema Wasserknappheit war gerade stark in der Presse.
Max Herrmannsdörfer: Das ganze Thema Klimaanpassung, aber auch die Energiedebatte, die man rund ums Gebäudemodernisierungsgesetz gesehen hat. Und da haben wir doch auch jetzt auf europäischer Ebene sichtbar machen können, dass auch Sanitärtechnik einen wesentlichen Einfluss hat auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Wir haben da deutliche Durchflussreduktionen im Wasserverbrauch. Und das hat natürlich auch ganz starke Auswirkungen auf Energie. Warmwasser ist der zweitgrößte Hebel. im Energieverbrauch. Wird das zu wenig beachtet? Der Bereich Sanitär, was man da aus Klimaschutz- und energietechnischen Gründen anfassen könnte, fliegt da sanitär unterm Radar? Total. Also wir fliegen sowas von unterm Radar. Warum ist das so? Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Vielleicht weil wir keinen Verband hatten, der die Stimme da an der Stelle erhoben hat. Das kann sein. Aber ich kann dir nur sagen, als dieses ganze Thema rund Wasserresilienz aufgekommen ist, hat keiner an Sanitärtechnik gedacht. Da hat man irgendwie an die Landwirtschaft gedacht. Aber dass auch die Wassernutzung im Gebäude relevant ist und dass das wirklich niedrig investiv auch angegangen werden kann über Amaturen. Mich wundert es immer wieder. Also wir reden über die Heizung und es ist wichtig über die Heizung zu reden. Aber was ist denn, was ist mit dem Wasserhahn? Du machst ihn auf und da fließt das Geld durch. Nicht nur mit Blick auf den Wasserverbrauch selber, sondern eben auch mit Blick auf das Warmwasser. Und wenn du überlegst, dass du da eigentlich relativ einfach die Durchlosraten quasi halbieren kannst, in denen du einfach nur eine neue Armatur anbringen lässt, da frage ich mich auch oft, berät das Handwerk da auch genau in diese Richtung? Also ich würde es mir natürlich wünschen, weil das auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunft ist. Genau da, wo du es halt auch nicht merkst, dass du einen Komfortverlust hast, schon anzusetzen. Aber das hört sich jetzt für mich so an, als wäre das noch ein Feld, wo das Fachhandwerk gerade beratend noch stärker tätig sein könnte, wenn es ums Thema Sanitäresanierung geht. Was hast du für Tipps oder was gibt es für Möglichkeiten für Fachhandwerksbetriebe, da die Kunden ja vielleicht noch stärker zu beraten, wenn es Sanitärtechnik geht? Also man sollte es eigentlich immer auch direkt platzieren. Wir wünschen uns ja auch vom Handwerk als Endverbraucher, dass wir dann eine Beratung haben, was macht Sinn.
Max Herrmannsdörfer: Und wenn man überlegt, dass die Hälfte aller Badezimmer tatsächlich älter als 15 Jahre ist und dass dann da Amaturen sind, die also auch noch höhere Durchflussraten haben, dann wünscht man sich doch, dass der Handwerker auch sagt, hier bei der Gelegenheit musst du ja keine Komplettbatsanierung machen. Aber wenn du eine Teilbatsanierung machst, dann denk doch vielleicht auch mal an den Waschtisch. Das wäre schon sehr, sehr sinnvoll. Das Thema Barrierefreiheit ist natürlich auch ein Thema, was man da mitdenken muss. Absolut, da hast du schon ein weiteres wichtiges Thema genannt. Also wir liefern ja nicht nur Lösungen rund das Thema Wasserknappheit, verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Energie im Badezimmer, sondern es geht halt auch darum, und das betrifft uns alle, ob Endverbraucher, Handwerker, Industrieunternehmer, Verbandsmensch, wer auch immer, wir alle sind betroffen. Wir sehen den demografischen Wandel. Wir werden alle älter und wir wollen selbstbestimmt und möglichst auch würdevoll in den eigenen vier Wänden auch oft älter werden. Und da kannst du heute auch schon so viel machen. Ich glaube, dass das Handwerk an der Stelle auch sehr gut berät. Aber da geht halt auch noch mehr. Also man müsste sich jetzt also meinen Aufruf auch mal wirklich auf die Regionalmessen zu gehen und auf die ISH, ja auch im nächsten Jahr schon wieder ansteht. Da muss man sich echt mal anschauen, wie schön Barrierefreiheit mittlerweile auch geht. Wir sprechen auch gern mal von Universal Design. Das ist halt einfach eine Verknüpfung dann von Design, Komfort, Funktionalität. Da geht viel. Aber mir kommt schon so vor, es würde gerade auch natürlich politisch viel auf das Thema Heizung und energieeffizientes Heizen ausgerichtet sein und das natürlich dann auch vom Handwerk so weitergetragen wird an die Kunden. Das Thema Sanitär, man muss es schon auch in den Fokus stellen und ich glaube, das ist eine Aufgabe, ihr ganz stark mit mitverfolgt oder ein Ziel, ihr mitverfolgt? Also ich muss da ja sagen, ich hab ja zwei Hüte auf. Mein Herz schlägt ja auch für die Heizungsamaturen ganz stark. Die bei uns natürlich. Die denken wir natürlich mit. Die denken wir auch immer mit. Also ich würde jetzt nie irgendwie das eine gegen das andere ausspielen wollen. Im Gegenteil. es sind wichtige Aspekte. Aber die Frage ist halt, was bringt uns dahin, dass wir wirklich auch eine nachhaltige Zukunft haben hier am Standort? Und dann kannst du halt nicht nur in eine Richtung denken. Das geht halt nicht.
Max Herrmannsdörfer: Ich bin froh, dass wir da unsere Stimme erheben. Ich bin auch dankbar für den Support der Firmen, da ganz viele Projekte machen und fürs Handwerk natürlich, dass ja auch die Reise genau mitgestaltet. Ja, gerade wenn es ums Thema Trinkwasser geht, ums Thema Sanitärtechnik, da spielen viele regulatorische Faktoren immer eine Rolle. Habt ihr damit was zu tun? In welcher Art und Weise habt ihr damit zu tun und wie profitieren jetzt Fachhandwerke vielleicht eher in zweiter Linie, aber auch eure Mitgliedsunternehmen? Ja, also wir sind da natürlich ganz stark mit dabei. Gerade bei den Amaturen schauen wir natürlich produktspezifisch auch, was kommt da jeweils auf die Industrie zu und aber auch das Handwerk auch. jetzt Stichwort europäische Trinkwasserrichtlinie, die ja jetzt auch 2027 eingeführt wird. Dann gibt es natürlich noch diese Übergangsfrist. Also diese Fragestellung, wann brauche ich eigentlich ein EU-Label? Was gilt in der Übergangsfrist? Da sind wir auch unterwegs und haben wir dann auch extra für unsere Hersteller, damit sie dem Handwerk und dem Großhandel geben können, Informationspapier gegeben. Das verlinken wir gerne auch bei dir im Podcast, wenn du möchtest. Sehr gerne. Also ich weiß, da gibt es etliche Regelungen und Normen. Was spielt denn für euch eine größere Rolle? Sind es dann tatsächlich die EU-weiten Regelungen oder seid ihr auf Bundesebene präsenter? Wie ist das in der Praxis? Wir sind ja volle Kanone der Transformation. Also wir alle. Jetzt gerade hat man natürlich noch die Trinkwasserverordnung, aber die Idee ist ja gerade durch europäische Trinkwasserrichtlinie, dass wir eine Regelung haben, die überall gilt. Die macht dann auch den Industrieunternehmen das Leben leichter, weil du keine nationalen Besonderheiten hast, die dann da gelten. Das ist dann die Vision, die wir dann ab Ende, also nach Ende 32 greift. Und bis dahin haben wir eine noch komplexe Übergangsregelung, wo du halt auch schauen musst, was geht dann jeweils national. Aber die gute Nachricht ist, die Welt wird für uns alle einfacher und da profitiert das Handwerk auch davon, weil die Industrie dann endlich wieder mehr Ressourcen hat, auch noch stärker in Innovationsthemen reinzugehen, anstatt sich nur mit Bürokratie herumzuquälen an der Stelle. Das wollen die wenigsten Betriebe, egal wie groß Bürokratie. Da sind einfache Lösungen.
Max Herrmannsdörfer: gefragt und dann tragen solche Interessenvertretungen wie der VdMA mit seinen Fachbereichen dann natürlich auch mit bei, das so einfach und so unkompliziert wie möglich auch zu gestalten, weil du jetzt schon so einen leichten Blick in die Zukunft auch gegeben hast. Was glaubst du, welche Rolle spielt die Sanitärtechnik in Zukunft und wie wird sich dieser Markt entwickeln? Naja, also Überleg mal, worum geht es bei der Sanitärtechnik? Es geht ganz stark auch den Zugang zu Wasser. wenn du an Wasser denkst, an Trinkwasser denkst, dann geht es darum, dass wir eine hohe Trinkwasserqualität haben, Trinkwasserhygiene, wie gesagt, umgang mit diesem perspektivisch durch Dürren etc. immer knapper werdenden Gut. Und deshalb wird unsere Bedeutung nach wie vor da wesentlich sein. Und wir schauen halt eben auch mit dem Handwerk, wie finden wir dann Lösungen, die uns hier am Standort vorantreiben? Gibt es irgendwas ganz Konkretes, was euch auch jetzt im VDMA aktiv beschäftigt, wo ihr in den nächsten Monaten, den nächsten Jahren To-Do seht? Was sind so die Themen? Also es wird jetzt darum gehen, das, was wir auf europäischer Ebene bei der Wasserresilienzstrategie erreicht haben, in die Umsetzung zu bringen. Also welche Programme wird es dann geben, dass das Ganze nicht nur eine strategische Empfehlung der EU-Kommission bleibt, sondern tatsächlich auch überführt wird. Und das Gleiche wollen wir halt auch mit Blick auf die CO2-Emissionen erreichen, also dass auch da perspektivisch dann sanitär Technik berücksichtigt wird. bin gespannt, wie sich dieser Bereich weiterentwickelt, welche Rolle die Sanitärtechnik künftig einnehmen wird. Ich würde gerne mit dir noch über eine Studie sprechen, die ihr in diesem Jahr durchgeführt habt mit Munich Strategy zusammen. Es ging ums Handelsmarken. Kannst du das einmal erklären? Was genau habt ihr da untersucht? Was macht ihr mit diesen Ergebnissen und was soll das Ganze?
Max Herrmannsdörfer: Ja, wir haben jetzt ganz viel über Regulatorik und Co. gesprochen. Das ist natürlich bei Weitem nicht alles, was wir machen. Also was wir ja grundsätzlich als Verband machen wollen, ist ja auch ein strategisches Radar sein für die Firmen. Und wir wollen natürlich auch zeigen, wie entwickeln sich Märkte weiter. Und wenn du überlegst, wie eng eigentlich momentan der Markt ist, dann ist natürlich auch die Frage, wie positioniert man sich dann da idealerweise? Handelsmarken, also quasi Das, man dann quasi unter der Marke des Großhandels findet, also nicht unter der Herstellermarke, wenn auch vom Hersteller produziert, das ist ein Bereich, der mehr als 25 Prozent in einigen Produktsegmenten mittlerweile ausmacht. Also echt ein signifikanter, ein starker Bereich. Und da haben wir einfach geschaut, wie entwickelt sich denn das Ganze fällt, in welchen Bereichen wachsen da Handelsmarken an. Wo wird der Wettbewerb dann auch schärfer? Und das haben wir einfach nur gemacht, damit unsere Hersteller die besten Voraussetzungen haben, sich selber damit auseinanderzusetzen, wie wollen sie sich strategisch positionieren? Also, habt einmal die Fakten, sage ich mal, ermittelt und euren Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt und was sie mit diesen Ergebnissen machen, ist ihnen überlassen quasi. Klar, natürlich. Das soll eine jede Firma selber machen und jede Firma hat auch eine ganz individuelle Ausrichtung. unterschiedliche Stärken, die sie mit einbringt. Aber wir wollen quasi so bisschen die Marktintelligenz für die Firmen aufbringen. Wir sammeln ganz viele Marktinformationen und stellen sie bereit, damit die Firmen dann in der Lage sind, also auch sich gut zu positionieren und davon profitiert dann indirekt natürlich auch wieder das Handwerk. Das heißt, auch das ist eine Aufgabe des VDMA, Studien in Auftrag zu geben und Informationen bereitzustellen, Marktüberblicke zusammenzustellen. und anhand deren Ergebnisse dann eure Unternehmen handeln können. Also wir sind diejenigen, die den Firmen den Rücken frei halten. Das ist so unser Selbstverständnis und was immer unsere Firmen an Services brauchen, versuchen wir natürlich gerne umzusetzen und natürlich ist das Marktinformation, ist Netzwerk, das ist Interessenvertretung. Das ist so unser tägliches Geschäft, ähnlich wie es die die Handwerker natürlich auch von ihren eigenen Verbänden dann kennen. Du hast vorher schon angesprochen, du
Max Herrmannsdörfer: redet jedem Handwerker, jeder Handwerkerin die Regionalmessen zu besuchen. Jetzt haben wir nächstes Jahr im März wieder die ISH in Frankfurt, die Weltleitmesse für die Branche. Wie wird sich der VDMA mit den Fachverbänden Amaturen, VDMA Sanitärtechnik Design bei der ISH präsentieren? Also die ISH ist für uns natürlich schon eine ganz, ganz große Nummer. Das ist einfach die Weltleitmesse für die SHK-Branche und Wenn ich da bin, dann schaue ich damit mit Stolz auf mehr als 50 Aussteller aus unserem Verband, die da unterwegs sind. Also das heißt die Plattform, wo Handwerk, Industrie, Großhandel, Planer, Architekten etc. zusammenkommen. Für uns ein Platz, den du halt entsprechend also auch definitiv mitgestalten möchtest. Und wir werden mit einem eigenen Stand dabei sein. Wir werden unterschiedliche Aktionen auch Handwerker als Zielgruppe, aber eben auch andere Fachbesucher Zielgruppen dabei zu unterstützen, noch besseres Besuchererlebnis zu haben auf der ISH. Also ob das jetzt Guided Tours sind, spezifische oder ob das jetzt unterschiedliche Vernetzungsformate sind, da bringen die uns dann ein. Genau, die ISH Folz Erfolg zu führen. Laura, möchtest du zum Abschluss noch irgendwas sagen? Möchtest du irgendein Message an das Fachhandwerk raus schicken, an eure Mitgliedsbetriebe? Was ist so die Botschaft von dir als VDMA-Verantwortliche? Also was ich mir wünschen würde, ist, dass das nächste Mal, ihr angefragt werdet für einen Sanitärauftrag, geht doch mal wirklich durchs Badezimmer und überlegt euch, wo sind denn hier eigentlich Potenziale, die nochmal gehoben werden könnten? Was könnte ich denn hier nochmal für einen Tipp geben? Also beratet die Leute, denn am Ende seid ihr diejenigen, die genau diese Intelligenz und dieses Wissen dann auch hin zum Endverbraucher geben können. Wie gesagt, da stehen wir auch gerne für den Austausch zur Verfügung. Laura, ich danke dir ganz herzlich, dass du hier zu Gast warst im SHK Show Podcast beim Handwerker Radio, heute zu Gast im Studio. Vielen lieben Dank dir und alles Gute. Vielen Dank, war toll bei dir zu sein. Danke, mach's gut. Tschüss. Tschüss. Das war's mit der SHK Show. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen.
Max Herrmannsdörfer: Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de
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