#143 Anja Floetenmeyer-Woltmann: Mit Wärmepumpen-Infotagen Klarheit statt Verunsicherung schaffen
Shownotes
Wie überzeugt man Endkunden von der Wärmepumpe – verständlich, praxisnah und ohne Techniküberfrachtung? In dieser Folge sprechen Max Herrmannsdörfer und Marcus Lauster mit Anja Floetenmeyer-Woltmann, Initiatorin der bundesweiten Wärmepumpen-Infotage. Im Mittelpunkt steht ein klar strukturiertes Veranstaltungsformat mit echtem Mehrwert: Vorträge, die Orientierung geben, und ein „Beratungsmarathon“ mit Herstellern und lokalen SHK-Betrieben. Ziel ist nicht Produktwerbung, sondern Entscheidungsfähigkeit – und am Ende eingebaute Wärmepumpen.
Vermittelt werden einfache Entscheidungsgrundlagen: Funktioniert die Wärmepumpe im eigenen Haus? Welche Maßnahmen sind wirklich nötig? Wie sehen realistische Kostenrahmen aus? Welche Fördermittel stehen zur Verfügung – und wie kommt man konkret dran? Statt Fachbegriffen stehen Nutzen, Sicherheit und klare nächste Schritte im Fokus. Im Gespräch geht es außerdem das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz und mögliche Auswirkungen auf den Markt.
Was SHK-Installateure konkret von den Wärmepumpen-Infotagen lernen können – für bessere Beratung, mehr Sicherheit im Kundengespräch und zusätzliche Aufträge – hört ihr in dieser Folge der SHK Show.
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Max Herrmannsdörfer: SHK Show. Der Podcast für das SHK-Handwerk. Hallo zusammen und herzlich willkommen bei einer neuen Folge der SHK Show. Mein Name ist Max Hermannsdörfer. bin heute nicht alleine als Moderator in diesem Podcast. Bei mir an der Seite sitzt heute Markus Lauster. Er ist stellvertretender Chefredakteur des Fachmagazins SI. Hallo Markus. Hallo Max. Und Markus, wir wollen heute über das Thema Wärmepumpe sprechen. Unter anderem und schauen, was gibt es denn in diesem Bereich aktuell zu wissen. Und was gibt es für Veranstaltungen rund um die Wärmepumpe? Und da haben wir eine ganz besondere Gästin bei uns im Podcast. Wir begrüßen zusammen Anja Flötenmaier-Woltmann. Sie ist Initiatorin und Veranstalterin der Wärmepumpen Infotage. Hallo Anja. Hallo Max, hallo Markus. Vielen Dank für die Einladung. Schön, dass du dir die Zeit nimmst und mit uns heute ein bisschen über die Wärmepumpe quatschen möchtest. Vielleicht mal zu Beginn eine kurze Einleitung zu dir. Was machst du so und warum kennst du dich so gut mit Wärmepumpen aus? Ich mache seit 2022 Wärmepumpen-Infotage, damals noch bei der Klimaschutzagentur Region Hannover. Ich sitze inzwischen im Wärmepumpenbeirat der EU-Kommission. Ich bin EU-Klimapakt-Botschafterin und ganz einfach, weil die Bundesregierung keine Wärmepumpen-Infotage veranstaltet, habe ich das mit der Industrie gemeinsam in die Hand genommen. Du bist aber schon seit einigen Jahren in diesem Bereich tätig, was Wernphoben anbelangt. Seit wann beschäftigst du dich damit? Mit dem Beginn der Geschäftsführung der Klimaschutzagentur Region Hannover habe ich das gestartet und bin da immer tiefer eingestiegen. Eigentlich bin ich aber jemand, die in Sachen PR und Kommunikation im Thema Technikerklärung seit 25, 30 Jahren unterwegs ist. Okay. Jetzt hast du schon
Max Herrmannsdörfer: gesagt, du bist da stärker eingestiegen. Ich habe es in der Antwort auch schon gesagt. Du veranstaltest Wärmepumpen-Infotage. Was ist das genau? Das ist eine bundesweite Heizungstour. Wir haben in der ersten Serie zehn Veranstaltungen gemacht. Die nächste Serie wird 25 beinhalten und das sind extrem große Veranstaltungen, die sich an Bürgerinnen und Bürger wenden und die starten immer Stunden vorher, vor den Vorträgen mit einem Beratungsmarathon und da sind dann die lokalen Installaturen und Marken dabei und die beraten die Bürgerinnen und Bürger und die werden geändert wie nichts Gutes. Das einzige Ziel dieser Wärmepumpen-Infotage sind eingebaute Wärmepumpen. Bevor wir jetzt noch konkreter auf diese Events gucken und uns anschauen, was passiert da genau und was wird dort vermittelt, ich würde mit dir gerne einmal oder wir würden mit dir gerne einmal den Blick auf Ja, vielleicht die politische Ebene kurz hieven. Zur Einordnung, nehmen gerade auf, es ist der 24. Februar. Das nur zur zeitlichen Einordnung. Es ist eine heiße Phase, denn es wird gerade viel über das Gebäudeenergiegesetz neu, das Gebäude-Modernisierungsgesetz gesprochen. Da ist jetzt noch nicht ganz klar, was passiert und wie wird dieses Gebäude-Modernisierungsgesetz in Zukunft aussehen. Ich kann mir aber vorstellen, dass du ganz tief drin bist in diesem Thema aktuell und vielleicht schon Bescheid weißt, wohin könnte die Reise gehen. Anna, wie verfolgst du diese Diskussionen, die jetzt schon seit Wochen, Monaten dieses neue Gesetz herumkreisen? Ich verfolge die ein bisschen ungläubig, muss ich sagen, weil ganz klar ist, dass Deutschland klimaneutral werden muss und wir die Klimaziele schon längst gerissen haben. Also es geht ja ein Budget. Und das ist aufgebraucht für Deutschland. Und das ist eine gesetzliche Verpflichtung und keine politische Option. Also eine gesetzliche Verpflichtung, die sich ableitet aus dem Pariser Klimaabkommen, aus dem Grundgesetz und aus der EU-Gesetzgebung. Das heißt, wenn wir die Klimaziele nicht erreichen, dann wird es teuer für Deutschland und damit für uns alle. So, was jetzt durchgestochen wird, ist 65 Prozent Regeln streichen, erneuerbare Quoten durch CO2-Werte ersetzen.
Max Herrmannsdörfer: und vor allen Dingen gute Dämmung als Freifahrtschein für Gasheizungen und eine Grüngas-Quote einzuführen. Und alles davon ist auch schon durch ein Rechtsgutachten geprüft, verstößt gegen das Grundgesetz. Also Deutschland hat das CO2-Budget bereits überschritten. Und was ich auch sehe, dass das alles ohne Not passiert. Denn die Bürgerinnen und Bürger haben dieses Verbot doch längst geschluckt. Also, die sitzen in unseren Veranstaltungen zu Tausenden. Ich habe alleine in den letzten Monaten vor mehr als 5.000 Leuten live gesprochen. Die sitzen da und sind dankbar für sachliche Informationen und die gehen den Weg. Und die wissen, dass das die bessere Technologie ist. Ich halte die Politik an der Stelle einfach ganz klar für feige. Kann man nicht anders sagen. Irgendwann muss man auch mal sagen, was Klimaneutralität denn eigentlich bedeutet. Klimaneutralität bedeutet, Verbrennung ist illegal. In den Gasnetzen ist kein Gas mehr und es gibt keine Tankstellen mehr und wir stellen alles auf Strom. Das hat niemand verstanden. Alle sagen immer Klimaneutralität wollen wir erreichen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass selbst Teile der Bundesregierung das nicht so auf dem Zettel haben, was das eigentlich bedeutet. Und was das eigentlich bedeutet ist, wir werden effizienter, wir sind weniger abhängig von Putin und Trump und so weiter und so fort. Die Chinesen machen das aus purem Eigennutz. Und wir schreiben Klimaneutralität und Klimaschutz drüber und finden es ganz furchtbar. Also es ist eine absurde Diskussion und ich würde mir ein bisschen mehr Fakten, Klarheit und Ruhe da an dem Thema wünschen. Ich werde wahrscheinlich am Donnerstag meine Präsentation nochmal umbauen. sitzen wir haben am Donnerstagabend 950 Leute angemeldet, die in Bonn sind und die kriegen natürlich einen tagesaktuellen Vortrag von mir. Das wird ganz schön interessant werden. Markus, aus deiner Sicht, du begleitest natürlich dieses Geschehen aus Fachredakteurs Sicht. Ich lese immer wieder Stellungnahmen von Verbänden, ich lese Expertengutachten, die davor warnen, dass es komplett auf links gedreht wird, dass nicht förderlich ist für Fachhandwerk, für Hersteller und so weiter und so fort. Wie blickst denn du auf diese Thematik? Was kannst du da uns für Inputs noch mitgeben?
Max Herrmannsdörfer: Ja, viel Inputs wahrscheinlich in dem Sinn gar nicht. Ich kann aber sagen, dass die politischen Entscheider einfach zu wenig auf die Fachleute hören. Also es wird dann immer von Lobbyismus gesprochen und da muss man vielleicht bisschen unterscheiden zwischen Firmenlobbyismus, den ich jetzt nur begrenzt gut finde und einer sachlichen Information von Fachverbänden, die einfach sagen, klare technische Fakten aufs Papier bringen. die sind extrem wichtig und das hat auch schon die vorige Bundesregierung nicht drauf gehört, die jetzige auch nicht. Und das ist sehr problematisch. Also alles, was ich davon von Verbänden auch höre, immer, dass der Zugang seit der letzten Bundesregierung schon deutlich schwieriger geworden ist, da Fakten voranzubringen. Es ist natürlich auch immer schwieriger, diese Lage aktuell zu kommunizieren. Und ich kann mir vorstellen, für euch auch bei den Wärmepuppen-Infotagen ist es nicht ganz so einfach, die Fragen alle zu beantworten. die Frage kommt, wo geht denn die Reise jetzt hin? Soll ich mir jetzt noch eine Wärmepuppe einbauen? Lohnt sich das? Kriege ich irgendwann eine bessere Förderung? Wird schlechter? Und so weiter und so fort. Also ihr müsst ja wirklich quasi tagesaktuell reagieren, oder? Also grundsätzlich geht es eigentlich darum, den Leuten einmal die grobe Linie zu erklären. Und das ist gar nicht so sehr tagesabhängig. Denn ich erkläre einfach bei unseren Infotagen immer, wie funktioniert in Zukunft Energie? Was sind die gesetzlichen Vorgaben? Wie entwickeln sich Energiepreise und wie entwickeln sich überhaupt Marktzahlen? Die Leute wollen gar nicht so sehr die Vorschriften wissen. haben auch gar nichts gegen Wärmepumpen. Sie wollen wissen, ob sie eine falsche oder eine richtige Entscheidung treffen, wenn sie das jetzt tun. Aber wenn sie einmal verstanden haben, dass die Kosten für fossile sich definitiv steigern werden. Und da gibt es ja unterschiedliche Aspekte, die dazu beitragen. Wir kennen die als Fachleute natürlich alle. Das ist Zertifikatehandel und Netzentgelte werden explodieren, weil immer weniger Leute im Netz sind. Und jetzt haben wir auch noch die Beimischungspflicht nicht nur für Haushalte mit einer neuen Gasheizung, sondern auch noch wahrscheinlich eine Beimischung von Grüngas im gesamten Netz. Das heißt
Max Herrmannsdörfer: Heizen mit Fossilen wird echt teuer und zwar für alle. Mehr muss die Nation an der Stelle nicht wissen. Und wenn sie wissen, das andere ist eine zuverlässige, zukunftsträchtige Lösung, dann ist das auch gut. Und das ist ja das, was mit dem Gebäudeenergiegesetz oder mit der Reform eigentlich geplant worden war. Wir wollen Zukunftssicherheit und wir wollen aber auch weniger Abhängigkeit von Gas und Öl. Und das ist jetzt wieder was, das Publikum uns alle als Fachleute sehr, sehr gut versteht. Und wir alle da stehen und denken, gucken die eigentlich nicht dieselben Nachrichten wie wir? Also wir bekommen 10 Prozent direktes LNG-Gas. Aber wir kriegen 45 Prozent unserer Importer aus Belgien und den Niederlanden. Wo kriegen die das jetzt her? Dieses LNG-Gas von Trump. Dann haben wir auch immer noch über Re-Importe 12 Prozent Russland im System. Wenn man das zusammenrechnet, sind das zwei von drei Heizungstagen, die wir Gas kriegen von Trumpistan und Russland. Und 28 Prozent hängen an einer Pipeline in Norwegen. Was kann da schon schiefgehen? Also und das ist so der Aha-Moment, wo die Leute denken ach so, bloody hell. Und dann erfahren sie, okay, wir werden klimaneutral. Ihr kennt alle die Formulierungen. Das regelt dann der Markt. Das bedeutet, an irgendeiner Stelle wird eine Lenkungswirkung eintreten. Und ich sage den Leuten etwas, was sie überhaupt noch nicht wissen, dass sie nämlich jetzt schon 500 bis 700 Euro mehr bezahlen, einfach nur weil sie mit Gas heizen. Das ist ja auch gar nicht dämmen müssen groß für eine Wärmepumpe, sondern für, wenn sie jetzt noch mit Gas und Öl heizen, verdammt mich. Das ist ja so teuer. Dann erklären wir, wie man eine Entscheidung trifft und welche Kriterien und wo ich die bestimmten Leute herkriege und woran ich erkenne, ob ein Fachbetrieb wirklich Erfahrungen hat und wo ich den finde und so weiter. Ich erkläre auch vor allen Dingen die Fördermittel und dann sind die dabei. Also die Leute, die in unsere Wärmepumpen-Infotage kommen, sind dabei. Und natürlich wird es immer noch so ein Rest geben von 20 Prozent, die dann irgendwann sagen, da bin ich aber dagegen und ich kaufe mir noch nicht.
Max Herrmannsdörfer: Und die müssen wir uns jetzt auch nicht dezidiert kümmern. Das ist okay. Das regelt dann der Herdentrieb. Ich finde es trotzdem interessant. Also alles, was du jetzt erzählt hast, das hätte man vor zwei Jahren ja auch schon so erzählen können. Also die Erkenntnisse sind ja da und trotzdem möchte die Bundesregierung die aktuelle da irgendwie einen anderen Weg einschlagen. Zumindest vom Wording her. Heizungsgesetz abschaffen, Regeln zurückdrehen und so weiter. Das sind ja schon sehr drastische Formulierungen oder sehr klare Formulierungen, was ich aus der Praxis mitbekomme, ist eine Unsicherheit bei Kunden, nicht mehr wissen, okay ist das jetzt wirklich das Richtige? Jetzt habt ihr bei euren Infotagen vielleicht ja schon die Leute da, die sich da mal vor informiert haben oder die dem ganzen zumindest offen gegenüber stehen. Aber ihr übernehmt ja jetzt quasi so wirklich die Erklärarbeit, die ich eigentlich an anderen Stellen sehen würde. Also eigentlich könnte die Bundesregierung ja froh sein, dass ihr das jetzt so macht, oder? Worüber Katharina Reiche froh ist, das mag ich mir nicht ausmalen, ehrlich gesagt. Was ich aus Umfragen weiß, ist, dass in der Bevölkerung eine sehr, sehr große Sorge besteht zum Thema Energiekosten. Und zwar in der traditionellen Mitte fürchten sich da 86 Prozent vor. Und selbst die ganz misstrauischen gegenüber der Politik sind fast 90 Prozent, die sich Sorgen machen Energiekosten. Und beim Lebensstandard und dem Thema Inflation ist es das Gleiche. Und wir sind als Nation weiter abhängig eben von den genannten fossilen Importen. Und wenn ich dann erkläre, dass das Gesetz eigentlich den Hintergrund hatte, Leute vor einer bitteren Fehlentscheidung zu beschützen, weil wir jetzt schon wissen, dass in ein paar Jahren kein Gas mehr ist in den Netzen. Also keine Gastherme kann mehr 25 Jahre laufen. Also Ende 44 ist definitiv Feierabend und dann erlischt die Betriebsgenehmigung. Und ich bin extrem sicher, dass es auch
Max Herrmannsdörfer: in den nächsten paar Jahren so ein erdrutschartiges Kippen einsetzen wird und dann die Netze so dermaßen teuer werden, dass die Leute raus wollen aus dem Gas und zwar gestern und dass es dann auch kein Gas mehr in den Netzen gibt. Das heißt, jede Wärme, jede Gastherme, die heute eingebaut wird, hat quasi eine Lebenserwartung von zehn Jahren. Also das ist einfach schon deshalb nicht konkurrenzfähig, weil eine Wärmebunde 20, 25 Jahre läuft. Das wissen wir ja. Und eine weise Bundesregierung, die uns behüten will vor Abhängigkeit von Gas und Öl. Die Leute finden das nicht doof, wenn man es eben so sagt. wenn eine Bundesregierung ein bisschen als Nanny unterwegs ist und sagt, ich muss euch beschützen vor Preissprüngen bei Gas und Öl, dann gibt es immer noch welche, die sagen, veränderungspflicht finde ich aber blöd. Aber wenn die Hilfe doch da ist und die Hilfe ist großartig, die Hilfe ist in den Fördermitteln da und vor allen Dingen ist sie in den praktisch gratis Krediten da. Also das ist etwas, wo die Leute mich immer mit großen Augen anstaunen und nie was davon gehört haben. Vom KfW Ergänzungskredit mit 0,01 Prozent Zinsen für fünf Jahre. Also ich habe jetzt jemanden gehabt, mir sagte, ich löse doch nicht meine ETFs auf, wenn mir der Staat das gratis gibt für 0,01%. Da ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert. Der braucht das Geld natürlich nicht für einen Kredit. Ich wollte jetzt fragen, du da mal bisschen konkreter werden kannst, mal ein Beispiel nennen kannst. Unsere Zuhörerschaft, die SRK-Handwerker, die wissen das vermutlich schon. Aber ich möchte es gern trotzdem noch einmal deutlich machen. Weil das ist ja auch ein Argument, was von vielen noch immer kommt. Ja, Wärmepumpe geht ja nur im Neubau. Es gibt sicher auch Fälle, wo eine Wärmepumpe vielleicht nicht das beste Mittel der Wahl ist. Aber im Großteil, glaube ich doch, eine Wärmepumpe kann flächendeckend doch eingesetzt werden, oder? Natürlich. Jedes Haus, was man mit einer Gastherme warm bekommt oder mit einer Ölheizung, bekommt man auch mit einer Wärmepumpe warm Feierabend. So. Und wir können 90 Prozent der deutschen Gebäude
Max Herrmannsdörfer: mit Wärmepumpen beheizen, indem wir ganz geringe Änderungen tätigen und das ist Heizkörpertausch und das ist alles. Und die Leute, was ich denen beibringe, ist, dass sie bei einer Heizlastberechnung nicht lügen dürfen. Also wenn Leute wie meine Mutter, 82 Jahre alt, sagen, Anja im Wohnzimmer hätte ich aber gerne 23 Grad, dann muss sie das sagen, sonst mache ich keine Wärmepumpe, hat sie gesagt. Dann wird das gesagt, dann gab es da extra große Heizkörper. Die sehen auch noch schicker aus als das, da vorher war. Stehen auch immer noch dieselben Orchideen oben drauf. Und Mutti hat es jetzt rund die Uhr in ihrem ganzen Haus warm. Nicht nur im Wohnzimmer. Und alle sitzen da immer im kurzen Hemd und denken, jetzt ist es mir bisschen zu viel. Mein Vater stöhnt und meine Mutter findet es super. Und wenn ich diese Geschichte transportiere, dann hat die Nation zum ersten Mal verstanden. Die sitzen ja vor mir. Also ich sehe die Erleichterung in den Gesichtern. Die haben alle gehört, okay. Es gibt irgendwie weniger Temperatur im Wasser. Die Temperatur ist niedriger. Bedeutet das dann, dass ich friere? Die haben alle Angst davor, frieren. Und das ist ja wohl auch das Wichtigste für die Entscheidungsfindung. Ich will ja nicht frieren in meinem Haus. Wenn ich denen beigebracht habe, auf einer simplifizierten Art, wie das geht, dann sind die dabei und sagen, ach so, endlich hat es mir mal einer so erklärt, dass ich es verstanden habe. Carsten Herbert habe ich auch immer mit dabei als Speaker. Den kennen vielleicht viele als Energiesparkommissar. Und der transportiert sehr wichtige Inhalte zu den Häusern. häufig, also er ist natürlich ein Energieberater und hat einen anderen Fokus als ich, der guckt auf den Energieverbrauch der Häuser und der zeigt den Leuten ganz genau, wo geht die Wärme flöten. wenn ich die Vorträge alleine mache, was ich auch häufig tue, sage ich, das ist ja ein bisschen wie, wenn sie in einer Badewanne sitzen ohne Stöpsel, dann müssen sie ja immer heißes Wasser nachlaufen lassen. Jetzt gucken wir mal gemeinsam, wo sie überall Stöpsel reinkriegen können. Und das ist ja auch sehr günstig. Also die günstigen Maßnahmen bringen wir den Leuten bei. Das ist oberste Geschossdänge, Decke dämmen, Rohre dämmen, Heizkörper kann man tauschen und am Ende ein bisschen TESA Moll. Andere Produkte sind möglich. und das ist also ja es ist alles kein Hexenwerk. Und was ich den Leuten aber auch vor allen Dingen beibringe ist nicht nur wie also wolltet ihr nochmal wissen wie hoch die Förderung ist oder wissen eure Leute das?
Max Herrmannsdörfer: Ich hoffe, Sie wissen es, aber vielleicht kannst du es einmal noch einmal noch mal erklären. Diese 70 Prozent ist ja glaube ich das Maximum. Aber was muss da erfüllt sein? Und das ist dann die Wärmepumpe halt nur noch ein Drittelkoste von dem, was eigentlich mal kolportiert wurde. Das ist glaube ich auch was, was man immer wieder transportieren muss. Die 70 % versteht kein Mensch, weil die alle nicht wissen, worauf sich das bezieht und dass es dann auch noch gedeckelt ist und all das, das haben sie alle schon mal gehört. Also fange ich meine Vorträge immer damit an, dass ich sage, so, jeder Haushalt kriegt jetzt 9000 Euro von mir auf den Schoß. Lassen Sie sich das nicht von Katharina Reichel und Friedrich Merz und Jens Spahn wieder wegnehmen. Das gehört Ihnen jetzt. Dann kriegen Sie alle auch noch einen Effizienzbonus. 1500 Euro. Das hat man gemacht, um klimafreundliche Kältemittel zum Standard zu machen in den Wärmepumpen. Das ist jetzt Standard. Es wird auch für andere Dinge noch ausgezahlt, aber in der Regel für natürliches Kältemittel. Das nehmen Sie sich jetzt bitte alle. zählen selber mit. Also bist du jetzt bei 10.500 pro Haushalt. Das kriegt jeder. Dann gibt es Leute, die ich frage, wer von Ihnen hat eine Ölheizung, eine Kohleheizung, eine Gasetagen- oder Nachtspeichereizung? oder ein Oldtimer, also eine Biomasse oder Gasheizung, die älter ist als 20. Nicht warten, bis das Ding kaputt geht, dann kriegst du keine Fördermittel mehr, sondern jetzt sofort den Oldtimer austauschen und 6000 Euro dafür kassieren. Und das ist das, was viele kriegen. Und dann gibt es natürlich noch obendrauf die Rentnerförderung, die man gemacht hat für die Leute, die ein Haus besitzen, aber ein geringes Einkommen haben. Wer weniger verdient als 40.000 oder weniger als 40.000 Euro zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen hat, also alle Bewohner, kriegt nochmal 9.000 Euro extra. Und wenn man das jetzt zusammenrechnet, also so grüßzügig war jetzt nicht mal Robert Habeck, ist es gedeckelt auf 21.000 und wenn das Projekt weniger kostet als 30.000 Euro, dann sind es 70 Prozent davon. Also man kann ja auch ein Einfamilienhaus mit Luftluftwärme pumpen, locker umrüsten für 15.000 Euro.
Max Herrmannsdörfer: Das ist überhaupt kein Thema. Das ist eine günstige Lösung, die kann jeder sofort machen. Und wenn er nicht glaubt, dass das funktioniert, kann er ja seine Gastherme noch ein Jahr weiter laufen lassen und dann mal gucken, ob er die überhaupt gebraucht hat. Diese Hybridheizungshisterie hat sich als absurd rausgestellt. Man wartet zwei Systeme, ist es wie Gürtel- und Hosenträger. Und überhaupt nicht nötig. Die Leute wollen auf Nummer sicher gehen, aber sie brauchen das nicht. Und so... haben die dann zum ersten Mal verstanden, wie viel Geld sie kriegen. Dann erkläre ich ihnen, wo sie es herkriegen und in welcher Reihenfolge. Also man muss ja erst überhaupt sich etwas ausgesucht haben und beauftragt und dann erst kann ich die Fördermittel beantragen. Aber dann bekomme ich innerhalb von einer Minute die Förderzusage und habe dann drei Jahre Zeit einzubauen. Und das ist etwas, was ich den Leuten beibringe. Verschaffen Sie sich bitte mal die Wahlfreiheit. Sie sitzen da immer alle nur vor dem teurer werdenden Gas und haben keine Ahnung, was in Ihrem Haus überhaupt geht. Grundsätzlich kosten die Dinger heute zwischen 15.000 für Luft-Luftwärmepumpen. Aber wenn wir jetzt von Luftwasser sprechen, dann ist es zwischen 27.000 und 38.000. Und wer Ihnen etwas anbietet, was teurer ist, dann Bitte noch mal jemand anders fragen. Also da ist ja auch viel extrem teures Zeug unterwegs gewesen und ich frage dann einfach, sind Sie mit einem Bentley hier oder Porsche? Auch das gibt es, dass Leute irgendwie High-End wollen und das gibt es natürlich auch in Frage Wärmepumpe. Aber die meisten Leute sind mit einem Volkswagen ganz zufrieden und den bringen wir mit. Also ich habe einen ganzen Wanderzirkus dabei, sage ich immer liebevoll. Das sind die Hersteller mit den lokalen Installationsbetrieben. Und die Kollegen kommen in der Regel hinterher nach dem Vortrag zu mir und sagen, das war mal ein geiler Vortrag, davon nehme ich ganz viel mit für meine Beratung. Das ist jetzt die perfekte Brücke eigentlich, ne? Das wäre jetzt so die nächste Frage gewesen von meiner Seite dann. Was kann ein SHK-Unternehmer im Prinzip daraus mitnehmen? Die Leute haben gar kein Interesse an der Jahresarbeitszahl oder dem Heizkreislauf der Wärmepumpe.
Max Herrmannsdörfer: Also nur weil wir das alles wissen. das, was man wirklich verstehen muss, ist, dass das, was wir wissen, ist der Fluch der Wissenden, das so zu erzählen, dass die Leute, die ich vor mir habe, sich dafür interessieren. Das ist die Kunst. Und die wollen wissen, mache ich damit was falsch? Welche Schritte muss ich gehen? Welche Schritte wird der in meinem Haus gehen? Warum kann ich mich darauf verlassen? Liefert der mir Service hinterher auch noch? Also wo... Wie garantiert der mir oder die mir, dass diese Anlage hinterher so läuft, wie sie ausgelegt ist? So, das verstehen die ja schon nicht. Die denken, sie müssen jetzt Expertin werden. Müssen sie nicht. Sie müssen nur im Prinzip verstehen, da ist jemand, der ist kompetent und hat das schon x-fach gemacht. Wenn was ist, ist er vor Ort und kümmert sich drum. Was kann sein? Im Prinzip ist nie irgendwas oder warten sie dauernd ihren Eisschrank? also einfach die Technologie ist ja bekannt. und wartungsarm und da gucken wir einmal im Jahr drauf und fertig ist es. Und insgesamt spart man damit 500 bis 700 Euro jetzt schon im Jahr und das wird mehr. Aber aktuell sind die Fördermittel besonders gut. Wenn jetzt irgendjemand die Vorstellungen hätte, die werden unter März und Reiche und Sparen besser als unter Habeck, dann kann man sich Zeit lassen. Aber meine Empfehlung wäre, sich jetzt ganz schnell ein Angebot auszusuchen, keine Wissenschaft draus zu machen, sich ein Angebot auszusuchen und dann zu entscheiden nach den Grundkriterien. Und die Grundkriterien für die Leute sind der Preis. Wo kann ich das Ding hinstellen? Wird das hier hinterher genauso warm sein, wie es vorher war? Also was die Leute ja alle nicht wissen, sollte ja jetzt schon nicht mit Nachtabsenkung heizen und so weiter. wie viel Aufwand und Dreck macht das in meinem Haus und werde ich das bezahlen können und auf welche Art und Weise? Fertig. Und wenn die sich für eine Jahresarbeitszahl interessieren würden, dann wüssten die das schon. Wenn sie sich für den Heizkreislauf der Wärmepumpe interessieren würden, wüssten die das schon. Das ganze Internet ist voll mit Wärmepumpen. Diese Leute interessieren sich da nicht für und es hilft nicht ihnen Technikbegeisterung zu vermitteln, sondern sie haben ein Risikobewusstsein und diese Risiken
Max Herrmannsdörfer: kann man aushebeln und adressieren und dann sind die Leute zufrieden und sagen alles klar. Dann mache ich das jetzt auch. Und eine der besten Zahlen in meinem Vortrag ist die Zahl der aktuell eingebauten Wärmepumpen. Also welchen Marktanteil haben die jetzt? 48 Prozent. So und dann sage ich das ist jetzt der Massenmarkt, ist das was alle machen. Gas ist eingebrochen, Ölmarkt ist praktisch kaum noch vorhanden. Die Leute haben verstanden, das ist das bessere System und kaufen sich das alle. Was machen die Nachbarn? Gucken sie mal in ihrer Straße. Da laufen die Dinger schon überall. Halten sie mal ein Ohr dran. Und dann gibt es dieses Vorurteil zur Schallemission. Da kann man noch eigentlich sagen, die Dinger sind heute halb so laut, wie sie vor zehn Jahren waren. Natürlich gab es eine Geräuschentwicklung bei älteren Modellen, aber das haben wir heute nicht mehr. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Ich muss da nicht irgendwie zu Dezibelzahlen beraten. Das will keiner wissen. Also wirklich so einfach wie möglich beraten. Also das ist das, was glaube ich Fachhandwerker mitnehmen können. Sich da vielleicht bisschen was von dir abschauen, wie du die Leute abholst. Letztendlich können ja alle in der Region dankbar sein, ihr, entweder du oder der Carsten mit dabei, dass ihr da hinkommt und die Beratung schon mal macht. Die können nicht nur dankbar sein, die sind auch dankbar, die freuen sich richtig. sehr gut. Das ist keine Frage. Aber ja, grundsätzlich musst du einfach die Sprache der Zehnruppe sprechen, sonst, also wenn die Wenn die dir nicht folgen können und bei Dezibelzahlen kein Bild haben, wir alle sind ja Fachleute, wir haben ein Gefühl zu 65 %-Regel und Wärmeliniendichte und JATS und SCOP. Das haben wir auch mal irgendwann gelernt. Aber wenn du dafür das Denkhirn einschalten musst und kein Gefühl dazu hast, dann kannst du demjenigen, der spricht, schnell nicht folgen. Dann fühlst du dich beschlaumeiert. Dann wird das nicht dein Kunde. nicht belehrend sein. Ja, viele auch... Also mit Verlaub, es sind ja viele Männer in dem Technikbereich unterwegs. Die haben immer das Gefühl, sie müssten jetzt beweisen, dass sie die Experten sind und das tun sie dann mit vielen Fachbegriffen. Nein, bitte lassen. Dein Job ist doch, dass bei der Zielgruppe was ankommt und nicht, dass du geredet hast. Ich habe wirklich hart versucht, extrem vielen Leuten auszutreiben, das Wort Vorlauftemperatur in Mund zu nehmen.
Max Herrmannsdörfer: Das versteht kein Mensch und die kommen hinterher bei den Vorträgen zu mir und sagen, Frau Führbemann, Sie haben das alles so nett erklärt. Was war nochmal Vorlauftemperatur? Ja, wenn du nie, wenn musst inklusiv sprechen, das bedeutet, du sagst Vorlauftemperatur, sie wissen, was das ist. Das ist die Temperatur von ihrem Heizungswasser. Und dann kannst du auch Heizungswassertemperatur sagen. Wieso muss das Vorlauf und Rücklauf sein? Das ist den Leuten doch Schwumpe, dass es auch einen Rücklauf gibt. Du bist der Experte. Ich frage doch meine Steuerberaterin auch nicht, was die alles weiß. Die soll sich den Quark kümmern. Ich will wissen, dass sie sich kümmert. Ich will wissen, dass ich Geld spare und am Ende bezahle ich da gerne für. Und ich suche mir jemanden, die ich jederzeit anmailen kann und die die Ecke ist und die sich meine Situation kümmert. Und so bezogen auf den Anlagenmechaniker, auf den Heizungsbauer, einfache Worte verwenden und das Fachwissen für die Meisterprüfung und für die Gesellenprüfung parat haben. Aber im Gespräch mit Kunden da vielleicht mal eine Stufe tiefer gehen und ja, so sprechen, dass es die Leute auch verstehen. Das finde ich ganz cool. sind deine Beispiele, wie du letztendlich dann mit den Endkunden, mit den Gästen von euren Veranstaltungen auch umgehst. Anja, wir biegen schon so leicht auf, ziehe gerade ab. Du hast gesagt, ihr seid jetzt dann, glaube ich, mit der ersten Serie fast am Ende. Es sind noch ein paar einzelne Termine. Kannst du mal einen Ausblick geben, wie wird es weitergehen mit den Wärmepumpen-Infotagen? Wir haben in Hannover schon einen großen Wärmepumpen-Infotag gemacht, auch für Mehrfamilienhausbesitzende. Und das nehme ich jetzt mit rein in die Serie. Also ich will einfach mal testweise anbieten, Mehrfamilienhaus Wärmepumpen-Infotag und gucken, wie die Kommunen darauf anspringen. Ich rechne mit einer deutlichen Steigerung der Bewerbungen. Also Kommunen können sich bewerben um diesen Infotag. Das ist ja eine sehr aufwändige Geschichte. Sie bekommen natürlich auch ein riesen PR-Paket und die gesamte Organisation und dann einfach eine schlüsselfertige Veranstaltung von uns. Ich werde jetzt 25 Wärmepumpen-Infotage ausloben. Es gibt natürlich Kommunen, die sind klein, die können sich auch jederzeit melden, denn wir entscheiden nach Größe. Wenn wir so eine aufwendige Geschichte machen, dann wollen wir auch viele Leute erreichen. Dann mache ich nicht 10 mal 100, sondern dann mache ich einmal 1000.
Max Herrmannsdörfer: So wie jetzt in Bonn habe mit den Anmeldungen. Also ich könnte auch 1200 Tickets noch ausgeben. Also es ist irre. Ja. Und das ist das Prinzip. Also die Kommune stellt den Saal und macht ihn voll mit Hilfe von guter PR und das Handwerkszeug kriegen sie von uns dazu. Und die Partner, Hersteller, Fachhandwerker, wie organisiert ihr die oder können sich jetzt Fachhandwerker zum Beispiel auch bewerben? sich bewerben da teil zu sein? Organisiert ist das Ganze wirklich so, dass die Arbeit auf viele Schultern verteilt ist. Also die Kommune macht den Saal und die Organisation der Einlasskontrolle und sorgt dafür, dass lokale PR betrieben wird, damit die Bürgerinnen und Bürger davon wissen und dann strömen. Und das tun sie. Die Hersteller, die diese Reihe finanzieren, ist der Bundesverband Wärmepumpe und es sind zehn Hersteller, die organisieren dann ihre lokalen Handwerkspartner. Das heißt, da kommt dann einer aus der Marketingzentrale und holt ein paar Roll-ups raus und einen Karton mit Blöcken und Kugelschreibern und ein paar Giveaways und wir sorgen dafür, dass jeder Stand zwei Stehtische hat. Und dann sorgen die dafür, dass ihre lokalen Installationspartner an diesem Stand stehen. Und erfahrungsgemäß müssen das jetzt mindestens fünf eher acht Leute sein. Also wir werden wirklich geentert. Ich habe die irrsten Ausdrücke schon gehört. Eine Kollegin sagte, na der Veranstaltung in Osnabrück, ich weiß gar nicht, ich das in Worte fassen soll, so wie früher Sommerschlussverkauf. jemand, also wirklich. Und jemand andere sagte, die zwei Stunden Beratungsmarathon beim Wärmepumpen-Info-Tag waren härter als der härteste Tag auf jeder ISH. Da kommt ein Publikum, wollen wirklich wissen. Und warum machen die das? Weil ich da ein anderes Framing für anlege. Das Framing ist nicht, ich will euch was verkaufen und zeige euch mal unsere Produkte. Sondern ich sage, es ist ein Beratungsmarathon. Wir haben Experten da und denen stellen sie ihre Fragen, bis sie keine mehr haben. Wir sind für sie da. Und dann haben die auch weniger Hemmungen. habe heute, während wir sprechen, geht automatisiert eine E-Mail raus an alle, die sich in Bonn angemeldet haben.
Max Herrmannsdörfer: Sammeln Sie alle Ihre Fragen und bringen Sie sie mit. Und wir starten 16.30 mit dem Beratungsmarathon. Die Tür aufmachen wir aber schon Viertel nach Vier, weil wir genau wissen, die Leute stehen an der Schlange. Und unsere Leute ziehen sich warm an und sagen hinterher alle immer das Gleiche. Alter, Alter. Ich habe 70 Gespräche geführt an unserem Stand und die waren jetzt echt anders als auch jeder Messe. Also die Nation ist wirklich jetzt dabei. Die wollen das. Und die haben es längst verstanden. Insofern... Gehe ich nochmal zurück auf diese Bundesregierung. Es ist mir unverständlich, warum man an bestimmten Sachen enden was versprechen und dann nicht halten kann, aber in dem Bereich sich daran hochzieht. Es ist möglicherweise mit Lobbyismus zu erklären oder mit Verbohrtheit, mit Technologieoffenheit sicher nicht. Gibt es irgendwie so eine Erfolgskontrolle, inwieweit dann die teilnehmenden SHK Betriebe sagen können, okay, wir haben jetzt 10, 100 konkrete Aufträge? aus diesen Infotagen mitgenommen? Gibt es da irgendwie schon? Also ich frage die Betriebe, wie viele Gespräche sie geführt haben und ich bitte die Hersteller, das nachzuhalten. Denn ihr wisst selber, es ist, wenn ihr nicht gefragt wirst, rutschen Sachen auch mal ein bisschen nach hinten. Also ich frage die regelmäßig, wisst ihr, was aus diesen Terminen geworden ist? Was ich evaluiere, ist tatsächlich zu 100 Prozent was die Leute jetzt tun wollen. Also ich evaluiere mit Fragebögen, die ich auf die Stühle lege, in Papier. Das muss die Kommune ausdrucken und das Publikum füllt es vorher aus. Die füllen zu 50 Prozent vor der Veranstaltung aus. Ich glaube nicht daran, dass die Wärmepumpe in meinem Haus funktioniert. Und die anderen 50 Prozent glauben, sie funktioniert vielleicht. Hinterher habe ich 96 Prozent sind überzeugt, dass das in ihrem Haus funktionieren wird. Und ich weiß natürlich aus der Kommunikationspsychologie, dass Wissen jetzt nicht zur Handlung führt, sondern Handlung führt zur Handlung. Deshalb biete ich Handlung an und Wissen. Ich messe auch, welches Wissen dann wie aufgebaut ist. Also Energiepreisentwicklung, sind die Pain Points, das ist wichtig. Also wenn die nicht verstanden haben, dass das Heizen mit Fossilen jedes Jahr teurer wird, also ich sag auch immer...
Max Herrmannsdörfer: Wenn Sie jedes Jahr 500, 700 Euro über haben, dann legen Sie es gerne hier am Bühnenrand ab. Also ich habe, es fällt mir was ein. Und das müssen die Leute einmal verstanden haben. Und dann biete ich die Schritte an. Und das ist ja auch sehr simpel. Das ist einmal den Kilowattstunden Verbrauch pro Quadratmeter pro Jahr ermitteln. Habe ich mehr als 150 KWh pro Quadratmeter im Jahr. Sollte ich mal gucken, vielleicht Videos von Carsten Herbert gucken und gucken, wie ich den Energiebedarf senken kann. Das ist relativ hoch. Also mit Warmwasser. 130 ohne. Und wenn nicht, dann sprechen Sie bitte einen Fachpartner an. Also ich messe, welche Schritte die Leute gehen wollen. Und dazu sind auch Schritte genannt wie Kilowattstundenbedarf, Videos gucken, Fördermittel sichern mit Installatoren in Dialog gehen, mit den Nachbarn darüber sprechen. Also sehr, sehr, sehr, sehr simple Sachen. Und nach meinem Vortrag ist das so simplifiziert und so einfach, dass die Leute zu 90 Prozent sagen, ich gehe jetzt einen Schritt und im Schnitt planen die drei Schritte, nicht einen, drei. Also kannst du relativ sicher sein, dass du eine sehr hohe Aktivierung erlangt hast. Und mein absoluter Traum war Herr... Olsen, der mich in Neumünster angesprochen hat, nachdem er gesagt hatte, ich war neulich bei der Veranstaltung in Lübeck. Also das war in der Adventszeit und sie haben mich aufgeweckt, Frau Flötenmaier und ich wollte ihnen mal sagen, ich habe jetzt die Fördermittelzusage. Also ich habe mir Angebote geholt, ich habe eine Auswahl getroffen, ich habe den KfW Kredit mir geholt und dazu wollte ich ihnen noch mal zwei, drei Sachen sagen, weil das wusste ich vorher nicht und das vielleicht für die Leute spannend und Herrn Olsen habe ich echt ein bisschen ausgequetscht. Also total großartig. Aber noch viel großartiger ist, dass ich jetzt das Bild von Herrn Olsen mit seinem Haus einbauen werde in meine Präsentation. Die Genehmigung habe ich. Das hat er mir nämlich geschickt. Und es ist ein Fachwerkhaus. Es ist ein Fachwerkhaus von 1778. Sehr schönes Beispiel. Und die Wärmepumpe kostet jetzt 33.000 Euro.
Max Herrmannsdörfer: Davon bezahlt er glaube ich 16 selber. Und das hat er dann auch noch mit dem KfI Kredit kombiniert und er sagt ich habe übrigens gerade neue Post gekriegt, die haben meinen Gas Vertrag hochgestuft. Ich bezahle jetzt 2600 noch was im Jahr nur für Gas. Ich bin froh, dass ich rausgehe aus dem Gas und diesen Preis Sprung von 170 auf 236 oder was das war. im Monat gar nicht mitmachen muss. Und seine Botschaft an das Publikum, und das soll ich den Leuten ruhig so sagen, wäre, was hält sie denn noch ab? Der Staat gibt ihnen doch sogar das Geld. Ich habe ihn dann gefragt, warum er heute überhaupt hier ist, wenn er das alles schon weiß, aber es stellte sich raus, er war der ex-kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Neumünster und dachte, er trifft da alte Kollegen. Ja, das kann ja schön anders sein. Also wirklich, Großartig. Und da lag ja noch Weihnachten dazwischen. Also quasi in vier Wochen von dem Tritt, den ich dem Publikum in Lübeck mitgegeben habe, bis zur absoluten Klarheit. Und er hat sich sogar eine Handvoll Angebote eingeholt und dann rucki zucki in der Entscheidung getroffen, mit der er happy ist. Es war sogar das teuerste Angebot mit den 33.000. Absolut positives Beispiel. Eine Erfolgsgeschichte, was aus diesen Terminen dann wirklich entstehen kann. Also danke, dass du das... dieses Beispiel nochmal gebracht hast, weil das verdeutlicht auch nochmal, wie einfach, wie schnell es dann gehen kann und ja, dass jetzt eigentlich die richtige Zeit ist, ob man nicht länger warten muss, es mit den Worten vom Herrn Olsen zu sagen, worauf warten Sie eigentlich noch? Ganz genau. Eine allerletzte kurze Frage von mir, was Handwerksbetriebe jetzt machen können im Bezug zu den Wärmepumpen-Infotagen. Du hast gesagt, wenn ich es richtig verstanden habe, die Kommunen können sich bewerben, die Durchführung solcher Seminare oder solche Infotage, da können doch die Handwerksbetriebe eigentlich mal die Kommunen dazu motivieren, sich dazu bewerben, oder? Funktioniert so was in der Praxis, dass das auch von den Unternehmen aus einer Region zum Beispiel rauskommt, die sagen, hey, wir wollen sowas auch bei uns haben? Ja, und grundsätzlich kann sich die Kommune bewerben, es kann aber auch sich die Innung bewerben. Aber Sie müssen halt wissen, die Reihe ist finanziert.
Max Herrmannsdörfer: von den Herstellern. Das heißt, ich komme mit meinem eigenen Wanderzirkus. Das heißt, die SHK-Innung hat dann auch immer einen Stand und einen Roll-Up. Das ist keine Frage. Ich habe immer alle mit dabei und die werden auch gebraucht. Aber grundsätzlich sollen die sich gerne an ihre Kommune wenden, an ihre Energieagentur wenden und sagen, hey, geht mal auf Wärmepumpe-Info-Tag.de und bewerbt euch bei Flötenmaier. Da steht meine E-Mail-Adresse auf dem auf der Webseite. Die sollen mir eine E-Mail schicken. den nächsten ein, zwei Monaten wird jetzt die nächste Serie ausgelobt. Man kann sich dann bewerben und dann geht die Post ab. Startet dann vermutlich im Herbst diesen Jahres? Ja, wir können auch früher loslegen. Also es gibt auch Kommunen, die stehen schon fest. Also es gibt schon extrem große, die wollen jetzt schon Dinge einstielen und die brauchen natürlich einen gewissen Vorlauf. Also du kannst ja jetzt nicht im Mai sagen, ich mache im September eine Halle voll mit tausend Leuten und dann kann kein Termin mehr in der Halle kriegen. Also das muss ja gut vorbereitet sein. Dann würde ich sagen, ihr macht jetzt erst mal die bestehenden Termine noch fertig bis April. Es steht noch an Bonn jetzt am Donnerstag, dann Gütersloh, Freiburg und Weinheim. Also da gerne noch mal reinklicken auf Wärmepumpen-Infotag.de und dann seid ihr auch informiert, wann die zweite Serie quasi startet. Anja, dir ganz vielen lieben Dank, dass du uns so ausführlich über die Wärmepumpen-Infotage berichtet hast, aber auch uns deine Sicht auf die politischen Entwicklungen gegeben hast. Wir sind gespannt, was jetzt passiert in den nächsten Tagen rund das Gebäude-Modernisierungsgesetz und wie dann die rechtlichen Vorgaben auch gestaltet sind. Wir bleiben dran am Thema und vielleicht treffen wir uns mal bei irgendeinem Wärmepumpen-Infotag hier bei uns in der Region. Komme ich gerne mal vorbei. Also man kann mich ja auch solo buchen. Jede Innung kann auch einfach sagen, irgendwie die flirten wir, brauchen wir jetzt mal und dann machen wir selber die Halle voll. Das ist doch prima. Also der Markt ist riesig und wir müssen wir haben wirklich viel zu tun. Also Attacke. Packen es an, würde ich sagen. Markus, Anja, vielen herzlichen Dank, dass ihr zu Gast wart und alles Gute euch. Immer wieder gerne. Danke. Tschüss. Das war's mit der SHK Show.
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